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Fritz Walter
Größter FCK-Spieler aller Zeiten. Fritz Walter, geboren am 31. Oktober 1920 in Kaiserslautern, gestorben am 17. Juni 2002 in Enkenbach-Alsenborn. Vereine: 1. FC Kaiserslautern (1928 bis 1959).
Erfolge: Weltmeister 1954, WM-Vierter 1958, 61 Länderspiele (33 Tore) zwischen 17. Juli 1940 (gegen Rumänien) und 24. Juni 1958 (1:3 im WM-Halbfinale gegen Schweden). 379 Spiele (306 Tore) für den 1. FC Kaiserslautern, Deutscher Meister 1951 und 1953, jeweils als Spielführer; 1953 Torschützenkönig aller deutschen Oberligen (38 Tore). Nach der aktiven Karriere als Berater des SV Alsenborn 1966/67 Meister der Regionalliga Südwest.
Ehrungen: Großes Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1970 sowie das Silberne Lorbeerblatt 1951, 1954 vor und nach der WM, Goldene Länderspielnadel des Deutschen Fußball-Bundes 1955, Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft, Träger des Verdienstordens des Fußball-Weltverbands Fifa 1995.
Ganz Deutschland, nicht nur diejenigen, die sich für Fußball interessieren, trauerten am 17. Juni 2002 um Fritz Walter. Das deutsche Fußball-Idol der 40er- und 50er Jahre starb im Alter von 81 Jahren in seinem Heimatort Enkenbach-Alsenborn. Der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft und des 1. FC Kaiserslautern erlebte mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 als Kapitän der deutschen Mannschaft den Höhepunkt seiner großen sportlichen Karriere. Der Ehrenbürger von Kaiserslautern war die rechte Hand vom „Chef“, wie er Bundestrainer Sepp Herberger liebe- und respektvoll nannte. „Fritz Walter hat unser ganzes Land reicher gemacht“, würdigte Bundespräsident Johannes Rau den Verstorbenen, „sein überragendes spielerisches Können und sein Mannschaftsgeist trugen entscheidend zum 'Wunder von Bern' bei, das ungezählte Deutsche mit Begeisterung und Zuversicht erfüllte“. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder ergänzte: „Mit Fritz Walter verliert der deutsche Fußball eine seiner großen Persönlichkeiten.“
Fritz Walter galt als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten. Bereits sein erster Auftritt in der deutschen Nationalmannschaft machte den damals erst 19-jährigen Pfälzer mit einem Schlag landesweit berühmt. Er schoss beim 9:3-Sieg Deutschlands am 14. März 1940 in Frankfurt gegen Rumänien auf Anhieb drei Tore. Die ganz großen und spektakulären Erfolge des Pfälzers wurden erst nach 1945 in die Annalen eingetragen – überragt vom 4. Juli 1954 im Wankdorfstadion von Bern, als der Lauterer nach dem legendären 3:2-Triumph der Nationalmannschaft im WM-Finale gegen den haushohen Favoriten Ungarn die Weltmeisterschafts-Trophäe in Händen hielt.
Bis dahin sorgte der Supertechniker aus der Pfalz vor allem mit seinem Verein 1. FC Kaiserslautern für Schlagzeilen. Fünf Mal zwischen 1948 und 1955 standen die „Roten Teufel vom Betzenberg“, die in den 50er Jahren in der Öffentlichkeit den ehrenden Namen „Walter-Elf“ erhielten, im deutschen Endspiel. Zwei Mal gingen sie als Meister vom Platz: 1951 gegen Preußen Münster (2:1) und 1953 gegen den VfB Stuttgart (4:1). Seine einzigartige Begabung wurde zum Beispiel bei einem Spiel des FCK gegen Wismut Aue 1956 in Leipzig deutlich: Nach vorne springend bugsierte er das Leder mit den Hacken über die Linie – nicht selten wurde dieser Treffer als „Jahrhunderttor“ bezeichnet. Bis 1959 spielte Fritz Walter für „seinen“ 1. FC Kaiserslautern, schlug zwischenzeitlich lukrative Angebote aus Frankreich und Spanien aus.
Für den FCK hatte Fritz Walter eine unbeschreiblich große Bedeutung. Schon alleine deshalb wurde die Arena am „Betzenberg“ im Jahre 1985, anlässlich von Fritz Walters 65. Geburtstag, in „Fritz-Walter-Stadion” umbenannt. Zum 80. Ehrentag des „Alten Fritz“ im Jahre 2000 erhielt zudem die Straße am Stadion den Namen „Fritz-Walter-Straße“.
Als er 1959 nach 379 Meisterschaftsspielen und 306 Toren für den 1. FCK die Fußballschuhe an den Nagel hängte, begann Fritz Walter eine neue Karriere: Als Repräsentant der Sepp-Herberger-Stiftung engagierte er sich mit viel Einsatz für die Resozialisierung jugendlicher Straftäter. 1998 legte er diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen in die Hände seines einstigen Mannschaftskollegen Horst Eckel. Bis zu seinem Tod war Fritz Walter bemüht, das soziale Vermächtnis Sepp Herbergers weiterzuführen. In der „Fritz-Walter-Stiftung“ lebt der Name des über den Fußball hinaus weltweit populären Fußballers weiter.
Als WM-Botschafter war Fritz Walter maßgeblich daran beteiligt, dass Kaiserslautern einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde. Seinen letzten großen öffentlichen Auftritt hatte er am 5. Dezember 2001, als die Lauterer Delegation in Frankfurt/Main ihre Bewerbungsunterlagen beim Organisationskomitee abgab. Damals sagte er folgende bewegende Worte: „Wenn ich mit meinem Bruder Ottmar und Horst Eckel auf die Tribüne des Fritz-Walter-Stadions gehen darf, um WM-Spiele zu sehen, dann wäre das für mich das Größte, dann wäre ich dem lieben Gott dankbar.“ Leider ist dieser Wunsch nicht mehr in Erfüllung gegangen.
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Ottmar Walter
Der „spielende Mittelstürmer“ Ottmar Walter, geboren am 6. März 1924 in Kaiserslautern. Vereine: 1. FC Kaiserslautern, Holstein Kiel, SV Cuxhaven, 1. FC Kaiserslautern.
Erfolge: Weltmeister 1954 (Trikot-Nummer 15, fünf Einsätze, vier Tore), 21 A-Länderspiele zwischen 1950 und 1956 (zehn Tore), 1 B-Länderspiel 1956 (ein Tor); Deutscher Meister 1951 und 1953 mit dem 1. FCK; 321 Pflichtspiele (336 Tore) und 275 Oberligaspiele (295 Tore) für den 1. FCK.
Ehrungen: GroĂźes Bundesverdienstkreuz 2004, Goldener Ehrenring des 1. FCK 1951, Silberlorbeer 1951 und 1954
Lang war die Reihe der Gratulanten aus nah und fern, als der Weltmeister von 1954 am 6. März 2004 seinen 80. Geburtstag feierte. „Was Ottmar Walter für den 1. FC Kaiserslautern und für den deutschen Fußball insgesamt geleistet hat, wird unvergessen bleiben“, sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder in seiner Laudatio. In der ihm eigenen Bescheidenheit hatte der frühere Mittelstürmer anlässlich der Vorstellung des Kino-Films „Das Wunder von Bern“ von Regisseur Sönke Wortmann erklärt: „Es scheint doch so, dass wir damals etwas Besonders geschafft haben.“
Der nach wie vor beste Torschütze aller Zeiten im Trikot des 1. FCK war aber nicht nur wesentlich am WM-Triumph in der Schweiz beteiligt, sondern vor allem auch an den Deutschen Meisterschaften 1951 und 1953 für die „Roten Teufel“. Zum ersten Titelgewinn durch einen 2:1-Erfolg gegen Preußen Münster steuerte „Ottes“ 1951 sogar beide Treffer bei, und auch zwei Jahre später war er mit von der Partie, als durch ein 4:1 gegen den VfB Stuttgart – erneut in Berlin – die Wiederholung dieses Kunststücks gelang. Mit seinem Bruder Fritz harmonierte er natürlich glänzend. Gerühmt wird heute noch die Kopfballstärke des „spielenden Mittelstürmers“, der eigentlich hatte Rennfahrer werden wollen.
Wertvolle Jahre verlor Ottmar Walter – auch für den Fußball – durch den Zweiten Weltkrieg, in dem er – übrigens nach sportlichen Erfolgen mit Holstein Kiel – bei einem schweren Gefecht im Ärmelkanal mit seinem Torpedo-Boot von englischen Zerstörern versenkt wurde, stundenlang im Wasser trieb, schließlich aber gerettet wurde. Vier Splitter im Bein blieben als schmerzhafte Erinnerung. Dennoch konnte Ottmar Walter nach seiner Rückkehr in die Pfalz, wo er mit Ehefrau Anneliese den „Glücksfall seines Lebens“ kennen gelernt hatte, weiter auf hohem Niveau Fußballspielen.
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Horst Eckel
Der „Windhund“ des Weltmeisters Horst Eckel, Geboren am 8. Februar 1932 in Vogelbach; Vereine: SC Vogelbach (1943-1949), 1. FC Kaiserslautern (1949-1961), SV 06 Röchling Völklingen (1961-1966).
Erfolge: Weltmeister 1954 (Trikot-Nummer 6, sechs Einsätze), WM-Teilnehmer 1958 (vier Einsätze), 32 A-Länderspiele zwischen 1952 und 1958; Deutscher Meister 1951 und 1953 mit dem 1. FCK; 247 Spiele für den 1. FCK (74 Tore).
Ehrungen: GroĂźes Bundesverdienstkreuz 2004, Silberlorbeer 1951 und 1954, Goldener Ehrenring des 1. FCK 1951
Beim Abschiedsspiel für Stefan Kuntz am 21. Juli 2000 wurde in der Schlussphase ein Weltmeister eingewechselt und mit Ovationen der Fans auf dem Betzenberg gefeiert: Auch noch mit 68 Jahren war ein solcher sportlicher Einsatz für Horst Eckel selbst allerdings eher eine Selbstverständlichkeit, wirkt er doch auch in einem solchen Alter immer noch regelmäßig bei Prominenten- und Benefizspielen mit, spielt aktiv noch Tennis und Tischtennis.
1954 war Horst Eckel mit 22 der jüngste WM-„Held“ gewesen, knapp 50 Jahre später unterstützte er als Berater Regisseur Sönke Wortmann bei der Entstehung des Kino-Erfolgs „Das Wunder von Bern“. Horst Eckel, ursprünglich als Feinmechaniker ausgebildet und nach seiner Fußballer-Laufbahn Lehrer für Kunst, Werke und Sport an der Realschule Kusel gewesen, hat auch andere Rollen übernommen. Schon über Jahre hinweg besucht er für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Repräsentant der Sepp-Herberger-Stiftung Strafvollzugsanstalten, ebenfalls als Aushängeschild wird er – vor allem für soziale Zwecke – von Lotto Rheinland-Pfalz gerne eingebunden.
Schon mit sieben Jahren hatte Horst Eckel mit dem Fußballspielen begonnen, mit 15 stand er daheim beim SC Vogelbach erstmals in der 1. Mannschaft, mit 17 wechselte er zum Betzenberg, wo der Neue die „Walter-Elf“ bewunderte, bald aber schon zu einem wichtigen Eckpfeiler dieses außergewöhnlichen FCK-Teams wurde. Auch heute lebt er mit noch in seiner Heimatgemeinde Vogelbach, was den bekannten Sport-Journalisten Rudi Michel als Wegbegleiter zu den Feierlichkeiten am 70. Geburtstag in den Räumlichkeiten des Fritz- Walter-Stadions in der „FAZ“ treffend formulieren ließ: „Dort ist er – Horst Eckel – zwar nicht daheim, aber doch immer noch zu Hause.“
Überschrieben war diese Würdigung mit der Schlagzeile: „Der Windhund des Weltmeisters läuft und läuft.“ Das war auf die schon beschriebenen Aktivitäten Horst Eckels ebenso gemünzt wie auf seine frühere Rolle des Schlaks, in der er mit Laufbereitschaft und Zähigkeit, aber auch mit gutem Pass-Spiel beim 1. FCK wie in der Nationalmannschaft zu einem Leistungsträger wurde.
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Werner Liebrich
Ein großartiger Mittelläufer Werner Liebrich, geboren am 18. Januar 1927 in Kaiserslautern; gestorben am 20. März 1995 in Kaiserslautern; Vereine: 1. FC Kaiserslautern (1938-1962)
Erfolge: Weltmeister 1954 (Trikot-Nummer 10, vier Einsätze), 16 A-Länderspiele zwischen 1951 und 1956; Deutscher Meister mit dem 1. FCK 1951 und 1953; 412 Spiele (30 Tore) für den 1. FCK;
Ehrungen: Silberlorbeer 1951 und 1954, Goldener Ehrenring des 1. FCK 1951
Weil sein drei Jahre älterer Bruder Ernst ebenfalls beim 1. FCK spielte, wurde Werner als Liebrich II geführt. Als zuverlässiger Mittelläufer war er im WM-Finale von 1954 wirkungsvoller Kontrahent des ungarischen Kapitäns Ferenc Puskas. Auch der 1. FC Kaiserslautern konnte sich auf die Abwehr-Qualitäten von Werner Liebrich verlassen, der eine Ausbildung bei der Post absolvierte und Beamter wurde. Aber auch in der Offensive konnte er überaus wirkungsvoll sein, vor allem dann, wenn es galt, einen Rückstand aufzuholen.
Nicht nur zu seiner aktiven Zeit, in der er einmal ein Angebot des AC Mailand ablehnte, blieb Werner Liebrich seinen „Roten Teufeln“ treu. Er spielte ausschließlich für den 1. FCK, und nach dem Ende seiner Spieler-Laufbahn engagierte er sich als Trainer der Amateure und im Jugend-Bereich. Als Interims-Coach übernahm der Weltmeister auch zu Bundesliga-Zeiten Verantwortung, als der Abstieg drohte. Vom 23. bis zum 30. Spieltag der Saison 1964/65 betreute Werner Liebrich die erste Mannschaft, und unter seinem Kommando gelang schließlich der Klassenerhalt. Außerdem betrieb er eine Gastwirtschaft und eine Toto- und Lotto-Annahmestelle. Nach vorangegangen Bypass-Operationen erlag Werner Liebrich 1995 im Alter von 68 Jahren einer Herzkrankheit.
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Werner Kohlmeyer
Ein Klasse-Linksverteidiger Werner Kohlmeyer,geboren am 19. April 1924 in Kaiserslautern; gestorben am 26. März 1974 in Mainz-Mombach; Vereine: 1. FC Kaiserslautern (1940-1957), FC Homburg (1957-1959), SV Bexbach (1959-1960);
Erfolge: Weltmeister 1954 (Trikot-Nummer 3, fünf Einsätze), 22 A-Länderspiele zwischen 1951 und 1955, 1 B-Länderspiel 1954; Deutscher Meister 1951 und 1953 mit dem 1. FCK; 332 Spiele (20 Tore) für den 1. FCK;
Ehrungen: Silberlorbeer 1951 und 1954, Goldener Ehrenring des 1. FCK 1951
Nur 49 Jahre alt wurde Werner Kohlmeyer, einer der fünf Weltmeister aus dem Team des 1. FC Kaiserslautern. Als erster der „Helden von Bern“ verstarb der gelernte Lohnbuchhalter, der zuletzt als Pförtner in Mainz tätig war, 1974. In allen fünf Endspielen um die Deutsche Fußball-Meisterschaft hatte er in der Mannschaft der „Roten Teufel“ mitgewirkt, 1951 und 1953 maßgeblich zu den beiden Titel-Gewinnen beigetragen.
„Kohli“, wie er genannt wurde, war ein herausragender Linksverteidiger, wäre wohl aber auch ein ausgezeichneter Leichtathlet geworden, ein Mehrkämpfer. Ohne spezielles Training nach er zum Beispiel an der Pfalz-Meisterschaft im Fünfkampf teil: samstags drei Disziplinen, am Sonntagvormittag die beiden restlichen – und als überlegener Sieger spielte Werner Kohlmeyer nachmittags auf dem Betzenberg eine souveräne Partie für den 1. FC Kaiserslautern.
Schnelligkeit und Ballsicherheit brachte Werner Kohlmeyer ohnehin mit; darüber hinaus war er ein unermüdlicher Kämpfer. Mit diesen Qualitäten stoppte der Lauterer 1954 im Berner Finale den Ungarn Zoltan Czibor
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